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Dreikönigssingen

Heilige drei Könige
Ursprünglich wurde die Geburt Jesu und somit Weihnachten am 6. Januar gefeiert. Zu diesem Datum feiert heute noch die orthodoxe Kirche ihr Weihnachtsfest. Mit dem heutigen Tag gehen auch die zwölf Raunächte zu Ende. Viele Bräuche ranken sich um diese Zeit, die noch aus der heidnischen Vergangenheit stammen. Man wollte nämlich durch bestimmte Verhaltensweisen die dunklen Mächte nicht verärgern und sie gnädig stimmen, damit kein Unheil über Haus und Hof kommen konnte. In Deutschland setzte der Dreikönigskult im eingehenden Mittelalter ein, als die Reliquien der Heiligen aus Mailand nach Köln gebracht wurden. Mit dem 6. Januar, dem Heilig-Drei-König-Tag, endet die Weihnachtszeit. Die Lichter am Christbaum brennen zum letzten Mal. Schon seit dem 16. Jahrhundert besteht der Brauch des Sternsingens. Früher zogen Erwachsene und Kinder von Haus zu Haus, wobei sie oft gewaltige Strecken zurücklegen mussten. Wochenlang waren sie dabei unterwegs. Es waren of schlecht bezahlte Tagelöhner, Arbeiter und Handwerksgesellen, die so ihre Einkünfte aufbesserten. Also, nicht Äpfel, Lebkuchen und Kücherl waren damals der Lohn, sondern bare Münze. Dafür führten sie Spiele auf oder sangen fromme Lieder. Der Brauch in heutiger Form begann Ende des 18. Jahrhunderts. Bereits am Vorabend findet die Weihe des Drei-Königs-Wassers, des Weihrauchs und der Kreide in der Kirche statt. Auch zu Hause findet dann am Vorabend des Drei-Königs-Tages das „Ausräuchern" statt. Zugleich wird das geweihte Wasser ausgesprengt. Mit der geweihten Kreide werden die Anfangsbuchstaben C+M+B zwischen die Jahreszahl an die Türe geschrieben. Sie stehen für den Segensspruch: Christus Mansionem Benedicat, was „Christus segne dieses Haus" bedeutet. Das Beschriften geht zurück auf die vorchristliche zeit und sollte böse Geister bannen. Ein Spruch, der während des Ausräucherns neben den Gebeten in jedem Raum aufgesagt wird lautet:

 

Kaspar, Melchior, Balthasar,
Behütet uns auch dieses Jahr,
vor Feuer- und vor Wassersg'fahr!



Palmsonntag

Palmsonntag

 

Der Palmsonntag symbolisiert den Einzug Christi in Jerusalem. Es wurden zu diesem Zweck sogar lebensgroße geschnitzte, ja sogar lebende Esel mitgeführt. Daher die Redensart: „Er lässt sich alle Jahr nur einmal sehen wie der Palmesel." Oder: „Er ist aufgeputzt wie der Palmesel acht Tage vor Ostern". Auch wird derjenige der als letzter in der Familie aus den Federn steigt als „Palmesel" bezeichnet. Da in unseren Breitengraden keine Palmzweige zur Verfügung stehen, wird die um die Zeit blühende, großkatzige Sumpfweide (Palmkätzchen) ersatzweise zum „Palm" erkoren. In Piding wird der Kätzchenstrauß um einen Haselnussstecken gebunden und mit „Buchs", „wachs Laub" und „Segen", einer Zedernart, umwunden. Die Burschen tragen die Palmbesen nach der Weihe zu Verwandten und Bekannten, denn dann gibt es meist ein gutes Taschengeld. Zu Hause kommen die Palmbesen in den Herrgottswinkel, andere hinter Heiligenbilder. Der Großteil aber kommt auf den Dachboden, in den Stall oder auf das Feld zur Abwehr des Blitzes. An die blitzabwehrende Kraft der geweihten Palmkätzchen glauben auch

heute noch viele Leute.

 

Jährlich an Palmsonntag findet um 10.30 Uhr in Piding ein Einzug in die Kirche mit einer Palmbuschweihe statt.



Fronleichnam

Fronleichnam 056

Der Papst Urban IV. führte am 11. August 1253 das Fronleichnamsfest in das Kirchenjahr ein. Es wird jeweils am Donnerstag nach dem ersten Sonntag nach Pfingsten begangen. Also 11 Tage nach Pfingsten oder 60 Tage nach Ostern. Es dürfte sich bei dem Fronleichnamsfest um das prachtvollste Fest im bayerischen Brauchtumsjahr handeln, weshalb auch der Fronleichnam im Volksmund als „Prangertag" (von Prangen - die Pracht zeigen) bezeichnet wird. Seit dem 14. Jahrhundert werden am Prozessionsweg vier Altäre aufgestellt, die unter einem bestimmten Thema stehen. Die Gläubigen beten dort um den Schutz Gottes über die Natur und die Früchte der Erde, um die Erhaltung der Arbeitsstätten und das Wohlergehen der Bevölkerung. Dazu liest der Priester einen Text aus dem Evangelium und erteilte mit der Monstranz den Segen. Ihren Anfang nimmt die Prozession nach dem Gottesdienst in der Kirche. Seit langer Zeit wird in Piding im Rupertiwinkel zur Fronleichnamsprozession an der Spitze des Zuges ein Lamm von zwei Buben mitgeführt. Das Lamm ist Symbol für die Eucharistie, Symbol für Christus, dem „Lamm Gottes". Früher wurde das Lamm von den Bauern geschmückt. Die das Lamm begleitenden beiden „Schäferer-Buam" sind mit einem roten und einem blauen Rock bekleidet, auf dem Kopf haben sie einen grünen Hut und eine silberne Kappe. Unter den Röcken tragen sie kurze Lederhosen. Sie haben ein Tascherl umhängen und tragen einen Hirtenstab, der mit bunten Bändern und Blumen geschmückt ist. Die beiden Buben stellen Jesus und den hl. Joseph dar. Es folgen als Ehrengeleit der Prozession Abordnungen örtlicher Vereine mit Ihren Standarten und Fahnen. In deren Mitte, unter einem Traghimmel, schreitet der Geistliche mit der goldenen Monstranz. Im Gefolge die Ehrengäste, örtliche Repräsentanten und die Bevölkerung. In der Alpenregion beteiligt sich am „Umgang", wie die Prozession auch genannt wird, eine Abordnungen der Böllerschützen, die ihren Standböller krachen lassen.


Jährlich an Fronleichnam kann man in Piding die festliche Fronleichnamsprozession bewundern. Die Teilnahme an der Prozession ist möglich.



Blasiussegen

 

Der heilige Blasius, dessen Namensfest auf den 3. Februar fällt, ist einer der 14 Nothelfer. Bischof Blasius wurde während der Christenverfolgung unter dem römischen Kaiser Diokle-tian (284-305) in den Kerker geworfen. Dort habe er - nach einer Legende - einem mitgefan-genen Knaben, der an einer verschluckten Fischgräte zu ersticken drohte, das Leben gerettet. Deshalb wird auch heute noch bei Halsschmerzen aller Art und bei Zahnschmerzen der Hl. Blasius um Hilfe angerufen. Um 287 erlitt Blasius den Martertod. Der Blasiustag war seit jeher auch ein kleiner Bauernfeiertag. In der Kirche wird an diesem Tag der „Blasiussegen" erteilt. Der Priester hält dabei zwei gekreuzte Kerzen in form eines Andreaskreuzes vor den Hals der Gläubigen und spricht den Segen. Im Volksmund heißt das: „Es wird ei'blaslt". Am Lichtmesstag mit der Kerzenweihe (2. Februar) wird das Fest begangen, das uns sagen soll: „Jesus ist das Licht zur Erleuchtung der Heiden, das in den Tempel von Jerusalem gebracht wurde". Es fügt sich gut, dass unmittelbar danach der immer noch beliebte Blasiussegen erteilt wird. Der Empfang dieses Sakramentals ist vielen katholischen Christen von Jugend an so bekannt und so wichtig, dass der Blasius-Segen scherzhaft und hintergründig zugleich das „achte Sakrament" genannt wurde. So mancher Christ, der mit der sonntäglichen Messfeier sparsam ist und mit den kirchlichen Sakramenten seine Müh und Not hat, lässt alljährlich den Empfang des Blasius-Segens nicht aus.

 

Übrigens ist Lichtmess, der 2. Februar der Tag, an dem das bäuerliche Arbeitsjahr begann und daher an diesem Tag früher Mägde und Knechte aus- bzw. eingestellt wurden.

 

Am 3. Februar wird in der Pfarrkirche Maria Geburt ein Gottesdienst gehalten.



Ostern

 

Für das Kirchenjahr ist das Osterdatum insofern von Bedeutung, als sich die beweglichen Feste (Pfingsten, Fronleichnam, Christi Himmelfahrt) danach richten. Nach Beschluss des Konzils von Nicäa (325 n. Chr.) wird das Osterfest immer am Sonntag nach dem ersten Voll-mond gefeiert, der auf den Frühlingsanfang folgt. Ostern kann damit frühestens am 22. März und spätestens am 26. April begangen werden. Nach dem Palmsonntag beginnt die Karwoche, in der streng gefastet wurde und anstrengende Arbeit verboten war. Besonders der Karfreitag sollte still sein „wie ein Grab". Alle Trauer der Kartage war aber vergessen, wenn in der Osternacht die Glocken die Auferstehung Christi verkündeten. Ein Osterbrauch, der sich bis heute erhalten hat, ist die Speisenweihe. In einem Korb werden gefärbte Eier, Osterschinken, Meerrettich, Salz, Brot und natürlich ein gebackenes Osterlamm zum Weihen in die Kirche getragen. Zum Osterfrühstück kamen dann die geweihten Speisen auf den Tisch. Die Schalen der Eier wurden in Gärten und auf dem Feld vergraben, wie sollten Segen und Fruchtbarkeit bringen.

 

Als Ostersymbole werden folgende Gegenstände angesehen:


Der Hase
Zum reinen Konsumprodukt ist mittlerweile der Osterhase geworden. Seine Wurzeln hat er jedoch in der germanischen Mythologie: Die Christen haben den Hasen als eine Art Früh-lingsboten in ihre Symbolik übernommen, da ja auch der Mond in der Mythologie als Hase dargestellt wird.

 

Das Ei
Das wichtigste Symbol des Osterfestes ist das Ei. Das Ei ist Lebensträger. So wie das Küken die Schale durchbricht, durchbrach Jesus den Tod. Früher wurde jedem der zur Osterzeit das Haus betrat, ein Ei geschenkt. Mit der Zeit haben sich zahlreiche Spiele um das Osterei ent-wickelt - so das Eierpecken, Eierscheiben, Eierwerfen, usw.

 

Das Lamm
Das Lamm, das als Opfertier Mittelpunkt des jüdischen Passah-Festes ist, ist dadurch auch zum Kern der österlichen Bildersprache geworden. Das Lamm ist Sinnbild für Jesus, das ge-duldige Lamm, das für uns geschlachtet wurde. Osterlämmer werden in Biskuit gebacken oder aber aus Butter geformt. Das Fähnchen, das in ihrem Rücken steckt, ist zum Teil kunstvoll gestickt. Auch ist es üblich, dem Lamm ein Glöcklein umzubinden.

 

Das Feuer
In der Osternacht wird ein Feuer entfacht, vom Pfarrer geweiht und damit die Kerzen, die Laterne und das heimische Herdfeuer entzündet.

 

Die Kerze
Die Osterkerzen werden meist verziert. Die Verzierungen und Symbole auf der Osterkerze sind stets fest mit dem Osterfest verbunden.

 

Osterbaum
In einigen Kirchen in unserer Gegend wurden früher Osterbäume aufgestellt. Dazu entfernte man die Rinde und band Büschel aus Buchsbaum an die Äste. Geschmückt wurde der Oster-baum mit zwölf Ostereiern. Diese sollten die zwölf Apostel symbolisieren. Auf der Spitze des Osterbaumes thronte ein Lamm oder ein Hase. Dieser Baum war als Zeichen des Lebens, des Frühlings und der Freue zu sehen.

 

Weihekorb
Der Weihekorb wird in der Osternacht mit zur Speisenweihe genommen. Dieses Körbchen wird mit einem bestickten Tuch ausgelegt. Es sollte so groß sein, dass mit einem Teil des Tuches die Speisen bedeckt werden können. Der Griff wird meist mit Zweigen und bunten Bändern geschmückt. Für jedes Familienmitglied legt man ein gefärbtes Ei hinein. Weiter hinzukommen Salz, Brot, Butter, Schinken, eine Meerrettichwurzel, ein Osterlamm, ein Osterfladen und ein Säckchen Saatgut je nach Art.

 

Jährlich findet eine Osternacht mit feierlichem Gottesdienst von Karsamstag auf Ostersonntag um 23.00 Uhr statt. Am Ostermontag kann man in nahe gelegenen Traunstein einen großen Georgiritt mit Beteiligung der historischen Reitergruppe Piding beobachten.



Maria Himmelfahrt mit Kräuterbuschenweihe

 

Der Tag „Mariä Himmelfahrt" wird am 15. August gefeiert. Der Überlieferung nach sind an Marias Tod alle Apostel zur Beerdigung der Gottesmutter gekommen. Nur der ungläubige Thomas hatte sich um drei Tage verspätet. Als man seinetwegen das Grab nochmals öffnete, fand man es jedoch leer. Maria war zum Himmel an die Seite der Dreifaltigkeit aufgefahren. Stattdessen wuchsen Blumen und wohlriechende Kräuter darin. Deshalb wird Maria auch als Schutzheilige der Gärtner verehrt. Aus Tradition um das Brauchtum werden im Rahmen eines Festgottesdienstes Kräuterbuschen geweiht. Ein Kräuterbuschen soll wenigstens neun Heilpflanzen enthalten. In der Mitte soll eine Königskerze sein. Dazu kommen Schafgarbe, Johanniskraut, Ringelblume, Kapuzinerkresse, Kamille, Weidenröschen, gelbes Labkraut, Rupprechtskraut, Salbei, Pfefferminze und Baldrian. Auch werden gerne Küchenkräuter mit eingebunden. Typisch wären heilende Kräuter wie Majoran, Liebstöckl, Bohnenkraut und Zitronenmelisse. Nach der Weihe, durch die alle Kräuter zusätzlich noch eine Heil- und Segenskraft erhalten, werden sie getrocknet und unterm Giebel oder Dach aufbewahrt, wo sie noch zusätzlich vor Blitz, Unwetter und Hagelschlag schützen. Auch unterm Bettstroh hat man früher geweihte Kräuter gemischt, um ja vor allem Übel und Krankheiten gefeit zu sein. Auch bei Viehkrankheiten besann man sich dieser geweihten Kräuter und im Herrgottswinkel in der Stube durfte ein kleiner Auszug aus dem Kräuterbusch'n nicht fehlen.

 

Am Freitag vor Maria Himmelfahrt wird in Piding bei einem Landwirt Kräuterbuschen gebunden, die um 9.00 Uhr am Festtag in der Filialkirche St. Laurentius gesegnet werden. Um 10.30 Uhr wird in der Pfarrkirche Maria Geburt ein Gottesdienst gefeiert.



Erntedank

Erntekrone

Gefeiert wird das Erntedankfest am ersten Sonntag im Oktober. So alt wie der Ackerbau sind auch die kultischen Erntefeste. In der Bibel ist es Kain, der Ackermann, der „dem Herrn Opfer brachte von den Früchten des Feldes" wie es Luther übersetzte. Aus den heidnischen Op-ferfesten sind durch das Christentum Erntedankfeste geworden. Jedes Jahr wird am ersten Sonntag im Oktober in festlichen Gottesdiensten das Erntedankfest gefeiert. Früchte aus Feld, Flur und Garten werden als Dank für die Ernte zum Altar gebracht. Dazu kommen noch Speisen wie Butter, Brot, Schinken und Wein, die nach der Messe geweiht werden. In vielen Kirchengemeinden ist es üblich, eine schöne Erntekrone (Bild) aus den verschiedenen Kornarten zu fertigen und in der Kirche zu präsentieren. Erntedank, das ist das Fest, das mit dem Jahreslauf des bäuerlichen Lebens zusammenhängt. Schon in vorchristlicher Zeit zeigte sich der Mensch abhängig von der Natur und glaubte an überirdische Wesen. Verschiedene Götter machte man für das Gedeihen der Ernte verantwortlich. Böse Dämonen trachteten danach, die Ernte zu verderben. Um die wohlgesonnenen Götter gütig zu stimmen, brachte man ihnen Opfer. Vom Christentum wurde dieses gläubige Tun übernommen. Es wird der Altar geschmückt und der Gläubige dankte für die eingebracht Ernte.

 

In Piding wird jährlich an Erntedank eine schöne Erntekrone hergerichtet und danach wird in der Pfarrkirche ein prächtiges Erntedankfest gefeiert.

 

 



Nikolaus

Nikolaus_Hochstaufen

Der heilige Nikolaus von Myra in Kleinasien entwickelte sich zum volkstümlichen Heiligen und rückte in seiner Stellung unter den übrigen Heiligen hinsichtlich seiner räumlichen Verbreitung und volkstümlichen Verehrung nahe an Maria heran. Sein Festtag, der 6. Dezember, ist im Abendland erstmals aus Neapel auf einem lateinisch geschriebenen Marmorkalender aus der Zeit 821 und 841 als Gedächtnistag nachweisbar. Der Hauptgrund für die weite Verbreitung und außerordentliche Volkstümlichkeit der Verehrung des Heiligen wurden durch seine Legenden über die Rettung der Schiffer aus Sturmesnot, die Rettung Myras aus einer Hungersnot, die Erweckung dreier ermordeter Schüler zum Leben und die Beschenkung dreier verarmter Jungfrauen mit einer Aussteuer. Diese und weitere Legenden boten Anlass, den Heiligen vielerorts zum Patron zu wählen. Am Festtag des Heiligen entstand aber der Volksbrauch, dass der hl Nikolaus als Gabenspender herumzieht und bei den Kindern Einkehr hält. Bei der Einkehr des Heiligen bildet die Beschenkung der braven Kinder den Mittelpunkt. Der Brauch dass der hl. Nikolaus am 6. Dezember Kinder besucht, ist bei Klosterspielen im Mittelalter entstanden. Damit wurde des Bischofs gedacht, der im 4. Jh. in Kleinasien gelebt haben und sehr freigiebig gewesen sein soll. So beschaffte er während einer großen Hungersnot ausreichend Getreide. Früher erhielten die Kinder bereits von ihm die Weih-nachtsgeschenke. Die finsteren Gestalten, die ihn begleiten, sind heidnischen Ursprungs. Der Nikolaus ist wie ein Bischof gekleidet: mit Mirta, Chorrock, Rauchmantel und Bischofsstab. Meist tritt er in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember auf. Eine, in der letzten Zeit immer mehr anzutreffende Unart ist es, den Heiligen Nikolaus mit dem weltlichen, angloamerikanischen Weihnachtsmann zu vergleichen oder gar zu verwechseln.

 

Jährlich am 5. Dezember um 13.30 Uhr in Piding kommt der Nikolaus in einer von Rösser gezogenen Kutsche zum Petersplatz, singt mit den Kindern Lieder und verteilt kleine Ge-schenke. Natürlich sind auch die Krampusse dabei.