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Ranggeln


Alpenländische Ringkämpfer messen im September ihre Kräfte

 

Alpenländische Ringkämpfer

Kernige Zweikämpfe nach alpenländischem Muster werden im Südostbayerischen, österreichischen und Südtiroler Raum ausgetragen. Ranggeln - dieser urwüchsige Ringkampf mit keltischen Wurzeln erfreut sich seit Jahrhunderten bei Burschen und Männern in manchen Alpenregionen großer Beliebtheit. Älteste Urkunden aus dem 15. Jahrhundert erwähnen den kraftraubenden Zweikampf, früher auch „Hosenrecken" genannt, bereits als „von altersher" überliefert. Was heißen will, dass es bereits vor 500 Jahren und noch früher in den Ranggelarenen hoch her ging. So gesehen ist das Ranggeln der „Fun-Sport" des Mittelalters. Denn: schon in grauer Vorzeit wollte sich niemand so einfach aufs Kreuz legen lassen. Und genau um diesen Punkt geht es beim Ranggeln: den Gegner mit fairen Mitteln auf beide Schultern zu zwingen. So alt wie das Ranggeln sind auch die Kampftechniken, mit denen der Gegner zu Fall gebracht wird. Kein geringerer als Albrecht Dürer brachte bereits im Jahr 1512 sein „Fecht- und Ringbuch" heraus. Die darin sehr kunstvoll illustrierten Griffe, Würfe und Ausheber gleichen bis ins Detail der heutigen Kampfpraxis. Dass das Ranggeln auch im Rupertiwinkel heimisch war, beweist eine geschnitzte Kampfszene, die heute noch im Gasthof „Altwirt" in Piding zu besichtigen ist.

 

Das Ranggel findet alle 10 Jahre in Piding statt und jährlich kann man im Salzburger Land, Südtirol und dem bayrischen Grenzgebiet den internationalen Ranggeln-Alpencup besuchen.