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Der Pidinger Klettersteig auf den Hochstaufen

Kletterurlaub in den Berchtesgadener Alpen

 

Von Ende Oktober bis ins Frühjahr gesperrt!

 

Der Pidinger Klettersteig ist der ideale Ort für Ihren Kletterurlaub in den Berchtesgadener Alpen. Die Nähe zur Kurstadt Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Salzburg ermöglichen die Planung des perfekten Urlaub-Programmes.


Charakter:

 

Klettersteig Bild mit BeschriftungÜber eine Forststraße und anschließenden Wanderweg von Piding/Urwies aus erreicht man die sehr gute und lange Klettersteiganlage durch die Nordabstürze des Hochstaufens. Für den extremeren Klettersteiggeher ist die Tour auf Grund der Höhenlage vor allem für die Übergangszeit ein interessantes Klettersteigziel. Durch die Nähe zu Salzburg und die schnelle Erreichbarkeit über das Deutsche Eck kommen Bergsportler aus allen Regionen gerne nach Piding.

 

Der Klettersteig wurde 2003 unter der Leitung des Pidingers Sepp Reichenberger in 1500 Arbeitsstunden errichtet. Die Gemeinde Piding finanzierte die Materialkosten, die Arbeitszeit wurde von den Erbauern ehrenamtlich eingebracht. Der Steig führt im oberen Teil über eine alte Kletterroute, die von Willo Welzenbach und F. Liebler erstbegangen wurde, der Anstieg hat aber seit der Erstbegehung 1921 nur wenig Beachtung gefunden.

 

Kletterurlaub Gastgeber in Piding


Entdecken Sie unsere Gastgeber für Ihren Kletterurlaub in Piding im Berchtesgadener Land



Filmdokumentation mit eindrucksvollen Ausblicken

 

Bergspezialisten sind sich einig: es handelt sich wohl um den schönsten, aber auch einen der schwierigsten Klettersteige in Bayern. Begleiten Sie unsere Seilschaft bis zum Gipfelkreuz!

 

 

 

Weitere Filme über den Urlaubsort zu den Themen Radfahren, Wandern, Tennis, Mittelaltermarkt und Brauchtum finden Sie im youtube-Kanal von Piding Tourismus !



Beschreibung des Klettersteiges:

 

 

1. Teil: Klettersteig Topo BildZuerst über die steile Einstiegswand (C) zu einem Flachstück, dieses leitet in ein weiteres Steilstück über (B), das man am rechten oberen Ende wieder verlässt (im zweiten Steilstück kann es sehr rutschig sein, also Vorsicht !). Nun folgt man dem grasigen Grat links der Rinne aufwärts (A), zwei kurze Steilstücke (B) werden überwunden und weiter bis zum Ende der Versicherungen. Hier quert man die Rinne, um auf der rechten Seite mit Hilfe von Seilen weiter aufzusteigen (A). Der Beginn der langen Querung - diese ist nicht versichert - ist durch einen Steinmann markiert, man folgt den Steigspuren bis zum Beginn der Versicherungen am Anfang eines gr. Schuttfeldes. Die Versicherungen (A/B) hinauf und zum Beginn des zweiten Abschnittes. Hier zweigt auch der Notausstieg zum Normalweg rechts ab - wer bis hierher schon Probleme hatte, sollte lieber den Notausstieg wählen.

 

2. Teil: Vom vorgelagerten Pfeiler (hier wird gerne gerastet - ist aber objektiv gefährlich, Steinschlag) steigt man in den ersten steilen Pfeiler ein (C), nach kurzem Flachstück folgt die zweite Steilwand, die einen nach links in eine sehr steile Rinne (C+) führt. Am Pfeilerkopf erreicht man über eine kurze steile Wandstelle (C) einen Blockgrat (A/B). Dieser führt zum letzten Steilstück (C) vor der zweiten langen Querung. Die Querung beginnt bei einer Kante und führt abwärts zu einer Rinne (meist A; Stellen B), auf der anderen Seite der Rinne geht es leicht aufwärts (A), bis man vor dem großen Schuttkessel (Rastplatz vor dem letzten langen Steilstück) noch eine Plattenzone (B) zu meistern hat.

 

3. Teil: Das letzte Teilstück ist von den Einzelstellen her nicht viel schwieriger als das 2. Teilstück, nun machen sich aber die fehlenden Kraftreserven bemerkbar. Zuerst steigt man noch gemächlich zur ersten Steilwand hinauf (B und B/C), über die es dann sehr steil (C, eine Stelle C/D) zu einer kurzen flachen Passage geht, vor dieser Passage gibt es noch eine glatte trittlose Rampe (C). Nun wieder steil aufwärts (C) links einer Kante, eine kurze Rechtsquerung (B) führt in ein Steilstück (C). An dessen Ende um die Kante und über eine kurze Platte (B) zum Absatz, hier kann man zum Buch hinüberqueren (versichert). Die letzte Wandstelle (C) leitet auf einen Grat (B) der zum Ausstieg hin immer flacher wird (A). Auf dem Plateau trifft man auf den Normalweg, der einen in wenigen Minuten zum Gipfel führt.

 

 

Karte des Pidinger Klettersteiges im PDF-Format zum Download und Ausdruck: Topo Klettersteig Download

 

Klettersteig Burschen

Ergänzung zu den Schwierigkeiten:

Schwerer, steiler und teilweise ausgesetzter Klettersteig, erreicht den Schwierigkeitsgrad D, für Ungeübte, Kinder und Hunde nicht geeignet, Seilschaftsverband ist für schwächere Geher vor allem im zweiten Teil anzuraten, absolute Trittsicherheit (auch im Schottergelände) und Schwindelfreiheit erforderlich, gesamte konditionelle Anforderung beim Aufstieg vom Tal sehr hoch - es ist auch das Wetter zu berücksichtigen.

Bemerkung zu den Versicherungen:

Bis auf einige Passagen fast durchgehend versichert - meist mit Sicherungsseil und Eisenklammern.

 

Erstbegeher / Erhalter: Gemeinde Piding

 

Ausrüstung: Komplette Klettersteigausrüstung, Steinschlaghelm und evtl. Sicherungsseil.

 

Talort: Urwies, Talort Höhe: 450 m

 

 

Anreise / Zufahrt:

 

Auf der Autobahn München/Salzburg bis zur Abfahrt Bad Reichenhall (letzte Abfahrt vor bzw. erste Abfahrt nach dem ehm. Autobahngrenzübergang Walserberg). Beim Kreisverkehr in Richtung Piding/Bad Reichenhall und dann gleich bei der nächsten Möglichkeit nach rechts in Richtung Aufham abzweigen. Nun weiter bis nach Urwies und nach dem Ortsende (nach einem kl. Sägewerk) bei der ersten Möglichkeit links auf Forststraße in den Wald und weiter bis zur Schranke hinauf. Hier beginnt der beschilderte Weg zum Klettersteig. Für den Zustieg ist ein Mountainbike sehr zu empfehlen!

 

Zustieg zur Wand:
Vom Wanderparkplatz der Forststraße Richtung Steiner Alm folgen, zwischen Maier Alm und Steiner Alm links ab (Schild „Pidinger Klettersteig") zu einer Lichtung (Bank bei Felsblock, hier stellt man am besten das Mountainbike ab). Hier wieder links, zuerst noch auf Forstweg, dann auf Steigspuren zum Einstieg. Der Weg ist ab dem Wanderparkplatz sehr gut beschildert!

 

Höhe Einstieg: 1020 m

 

Abstieg:
Man folgt dem Normalweg (gleich beim Ausstieg) in Richtung Nordwesten bis man zu der Abzweigung (Piding/Urwies) kommt. Nun in Richtung Piding durch den Wald absteigen, am Schluss trifft man bei einer Wiese im Bereich der Steiner Alm wieder auf die Forststraße. Diese weiter hinunter, bei einer Abzweigung nimmt man die rechte Straße nach Urwies und folgt dieser bis zum Auto. Wer zu seinem Mountainbike will, zweigt in einer Kurve nach der Kochalpe in Richtung Piding/Staufenbrücke ab, diesem Weg kurz folgen (über eine kl. Holzbrücke) und man kommt wieder zu besagter Lichtung mit der Holzbank beim Felsblock.

 

Beste Jahreszeit: Juni, Juli, August, September, Oktober

 

Kartenmaterial:
Bayerische Vermessungsverwaltung; Blatt 82/43, 1:25.000
Kompass WK 14 Berchtesgadener Land Chiemgauer Alpen, 1:50.000
BEV ÖK 63, 1:25.000 od. 1:50.000

 

Führerliteratur für diese Region:
Klettersteigführer Österreich
Extreme Klettersteige in den Ostalpen
NEU: Klettersteigführer Dolomiten - Südtirol - Gardasee

 

Mehr Informationen zu diesen Büchern unter www.bergsteigen.at/de/buecher

 

Außeren ein Buchtipp zu diesem Thema: "Klettersteig Atlas Deutschland". Mehr Informationen zum Klettersteig in Piding und in Deutschland erhalten Sie auch im Internetauftritt www.via-ferrata.de.

 

Bemerkungen:

 

Die Steiganlage erfordert Bizeps und Kletterkönnen, stellt aber vor allem hohe Ansprüche an die Kondition. Es befindet sich keine Wasserstelle (Quelle) im Steigbereich, also genügend zu Trinken mitnehmen.

Es besteht auch die Möglichkeit über die Steinernen Jäger abzusteigen (kurze Stellen versichert; B).

Diese und mehr Informationen zu Klettersteigen unter: www.bergsteigen.at

 

 

Sicherheit am Klettersteig:

 

Da das Begehen von Klettersteigen mit Risiken verbunden ist, gibt der Deutsche Alpenverein 10 Empfehlungen zur Sicherheit am Klettersteig. DAV Klettersteig Empfehlungen

 

 

 

Kommentare zum Klettersteig aus der Presse:

 

Klettersteig Grat

 

"In vorbildlicher Weise wurde mit diesem Klettersteig eine Linie gefunden, die vom Aspekt des Anspruches, des Erlebniswertes und der Naturverträglichkeit ihresgleichen sucht"

(Peter Geyer, 1. Vorsitzender VDBS, Präsident der IVBV)

 

"Perfekte Anlage mit hervorragender Beschilderung, herrlich in die Landschaft eingepasst, wunderbarer Blick ins Voralpenland" (Ernst Riha/Klettersteigexperte)

 

"Die Steiganlage ist perfekt"

(Richard Franzl/Erbauer mehrerer Klettersteige)

 

"Ich muß den Erbauern ein ausdrückliches Lob aussprechen. Sie haben Rücksicht auf den Bewuchs genommen und alle Regeln der Klettersteigkunst angewendet"

(Alois Häusl, Vorsitzender der Alpenvereinssektion Bad Reichenhall)